Der Iran hat in der westlichen Welt seit über 30 Jahren eine sehr schlechte Presse. Meist verbindet man mit ihm religiösen Fanatismus, Terrorismus und Ajatollah Chomei ni. Dabei ist die jüngste Entwicklung des Iran seit dem Sturz des Schahs vor 35 Jahren weder einseitig islamistisch, noch auf Krieg und Eroberung ausgerichtet. Das Land kämpft vor allem mit sich und seinen inneren Widersprüchen. Der Iran erholte sich nur langsam vom langen Krieg mit dem Irak in den 1980er Jahren. Seit den 90ern ringen fortschrittliche, konservative, neo liberale und eher «linke» Kräfte um Macht und Einfluss.
Der Vortrag entführt Sie in diese turbulente Geschichte des Iran von der Etablierung der letzten Schah-Dynastie über die Revolution bis in unsere Zeit. Sie erfahren mehr darüber, warum das Land so zerrissen ist und wohin es womöglich steuert.
Das Referat wird der aktuellen geopolitischen Lage angepasst. Da der zweite Kursabend inhaltlich auf dem ersten aufbaut, empfiehlt sich der Besuch beider Veranstaltungen.