Mitten im Pazifischen Ozean, rund 1'000 km vom südamerikanischen Festland entfernt, liegen isoliert die Galápagos-Inseln. In den letzten vier Millionen Jahren entstand hier durch bis heute andauernde Vulkantätigkeit ein Archipel, das aus 19 grösseren und vielen kleineren Inseln besteht und nur gerade 8'000 km2 Landfläche umfasst.
Dank der Isolation entwickelte sich auf diesen Inseln in wenigen Millionen Jahren eine einmalige Tier- und Pflanzenwelt, die wir sonst nirgends auf der Welt finden. Kein Wunder, dass diese aussergewöhnliche Fauna und Flora den jungen Charles Darwin faszinierte und ihn im Jahre 1835 bei der Entwicklung der Evolutionstheorie inspirierte.
Bis heute ist das zu Ecuador gehörende Galápagos-Archipel ein bedeutender Ort der Evolutionsforschung und seit einigen Jahrzehnten auch ein weltberühmtes Reiseziel, das jährlich von mehr als einer Viertelmillion Touristen besucht wird. Durch die menschliche Besiedlung und Nutzung ging aber die Isolation der Inseln verloren, der das Naturparadies seine Einzigartigkeit verdankt. Eingeschleppte Tier- und Pflanzenarten machen seither den ansässigen Lebewesen Nahrung und Lebensraum streitig.
Dieser Vortrag widmet sich den Gründen, weshalb die Evolution auf den Galápagos-Inseln eine derart einmalige Tier- und Pflanzenwelt hervorbringen konnte, der Evolutionsforschung und ihrer Geschichte auf dem Archipel und den Herausforderungen des Schutzes des Weltnaturerbes Galápagos.