Was heute ein Naturschutzgebiet ist, war einst eine Lehmgrube, und wo heute ein Einkaufszentrum steht, erhoben sich bis 1971 die Kamine und Hallen einer Ziegelei. Eine Werksbahn transportierte den Lehm von der Höchstern übers Feld und entlang der Eisenbahn ins Zentrum von Heerbrugg, bis die Fabrik stillgelegt wurde und später niederbrannte.
Die Ziegelei der Familie Schmidheiny und die damit verbundene Lehmgrube gehören zum Ursprung der industriellen Entwicklung in Heerbrugg und im Rheintal. Was davon erhalten blieb – Fotos, Karten, Geschichten – trug Thomas Oesch in einem Buch zusammen. Entstanden ist eine Zeitreise von den vorgeschichtlichen Lehmablagerungen über die Entwicklung der lokalen Industrie bis zur ökologischen Aufwertung zu einem Schutzgebiet und der Frage an die Zukunft, wie sich eine Landschaft im Zeichen des Klimawandels verändern wird. Davon erzählt uns der Kulturingenieur und Professor für Landschaftsgestaltung in seinem Vortrag. Er richtet sich an alle, die sich für das Wechselspiel interessieren, wie die Landschaft Wirtschaft und die Wirtschaft Landschaft formt.
Der Kurs setzt sich aus einem theoretischen und einem praktischen Teil zusammen. Der Vortrag (Kurs 24) und die
Exkursion (Kurs 25) können einzeln gebucht werden.